Annina Boger Romance Liebesroman Band 2:    Liebe Lügen trügen: E-Book

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Liebe Lügen trügen | Roman | Annina Boger | demnächst auch als Taschenbuch

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Die Welt der Reichen und der Armen in der kalifornischen Küstenstadt San Diego: Eine spannende Komödie der sinnlich-romantischen Verwicklungen aus und für die Liebe, wo (fast) nichts so ist, wie es scheint.

Berenice, ehemaliges Pariser Mannequin, betreibt eine eigene Modelagentur in San Diego. Als sie zum ersten Mal Justin, dem attraktiven neuen Befüller ihrer Getränkeautomaten gegenübersteht, gibt sie sich spontan als ihre Putzfee Lizzy aus. Denn Lizzy ist soeben krankheitsbedingt ausgefallen.
Von da an treffen Berenice und Justin sich jeden Abend in der Agentur, um ihren Job auszuführen. Doch wer ist Justin wirklich? Als er plötzlich verschwindet erkennt Berenice, dass sie nichts von ihm weiß!

Anzahl Wörter: ca. 61‘200

Anzahl Druckseiten: ca. 316

 

Liebe Lügen trügen: Leseprobe online

Prolog

 

An ihrem ersten freien Tag in San Diego bummelte Berenice Beauregard durch die luxuriöse Shoppingmeile, wo sie einige außergewöhnliche Accessoires erstand. Sie war erst vor einer Woche von Paris nach Kalifornien gezogen, einen Modelvertrag mit einer angesehenen Kosmetikfirma in der Tasche.

 

Mit einem Ausruf des Entzückens blieb Berenice vor dem Schaufenster einer Modeboutique stehen. Ein atemberaubendes Abendkleid hing darin, das sie sich, trotz ihres ansehnlichen Honorars, beim besten Willen nicht auch noch leisten konnte: Ein Traum aus gerafftem und gewickeltem Seidenchiffon in fließenden Grüntönen, mit einem verführerischen, schulterfreien Dekolletee.

 

Sie schaute auf das Schild mit der Prägung Chez Monique über der Eingangstür.

 

Hätte ich doch die teure Handtasche und die Schuhe aus Ziegenleder nicht gekauft. Aber einmal nur in das Kleid hineinschlüpfen ...

 

Entschlossen trat sie ein und bat die elegant gekleidete Dame mit dem weißblonden Pagenschnitt, die ihr entgegenkam, ob sie das Kleid im Schaufenster ganz rechts anprobieren dürfe.

 

Mit einem diskreten Kennerblick umfasste Monique Curtain ihre neue Kundin: Etwas über zwanzig Jahre alt, vermutete sie. Schlicht und in unauffälligen Farben, doch exquisit gekleidet, trug die junge Dame Hut und Handschuhe, an den Handgelenken baumelten Einkaufstüten von auserlesenen Designermarken.

 

Die junge Frau hatte perfekte Masse! Das kupferrote, lockige Haar hatte sie zu einer raffinierten, asymmetrischen Frisur hochgesteckt. Ihre meergrünen Augen waren meisterhaft geschminkt, was ihnen einen geheimnisvollen Schimmer verlieh.

 

Mit einer knappen Handbewegung bedeutete Monique ihren Kundenberaterinnen, sie möchten sich entfernen, sie wolle diese Dame selbst bedienen. Eine Auszeichnung, die Berenice erst später bewusst werden sollte.

 

„Das Grünseidene? Gerne, es ist erst vor einigen Stunden eingetroffen und hat bereits einiges Aufsehen erregt! Ich bin übrigens Monique.“ Lächelnd deutete sie auf eine kleine Sitzgruppe in der Ecke. „Nehmen Sie doch solange hier Platz, damit Sie Ihr Gepäck ablegen können.“

 

Angenehm berührt von der Freundlichkeit der Dame, deren Vorname sie als Besitzerin der Boutique auswies, setzte Berenice sich auf das kleine Sofa.

 

„Bitte, nennen Sie mich Berenice“, sagte sie leise zu Monique.

 

Sie bestellte einen Orangensaft bei der jungen Dame, die mit einem großzügig bestückten Servierwagen auf sie zukam, und je ein Schälchen mit Pralinen und Knabbereien vor sie hinstellte.

 

Monique erschien mit einem fahrbaren Kleiderständer, an dem Berenices Traumrobe hing.

 

Calinda Caë, die junge Modeschöpferin, hat es Mermaid’s Summerdream benannt. Rufen Sie mich, wenn Sie so weit sind, ich helfe Ihnen in das Kleid.“ Monique entfernte sich diskret, um ihrer Kundin Muße zu geben, ihre Wunschrobe ungestört zu betrachten.

 

Berenice versank einen Moment lang in den Anblick des bezaubernden Modells vor sich.

 

Sommertraum einer Meerjungfrau. Wie passend, dachte sie.

 

Durch die verschiedenen Lagen des hauchdünnen Seidenstoffes, jede in einem anderen Grünton eingefärbt, ergab sich im sanften Luftzug der Klimaanlage ein faszinierendes Farbenspiel, ähnlich wie bei einer Meeresströmung.

 

Sie winkte Monique herbei, die sie in eine geräumige Umkleidekabine führte und den Vorhang zuzog, bis Berenice leise rief.

 

„Ich bin soweit!“

 

Vorsichtig half Monique ihr in das Kleid hinein, atmete auf und nickte, als hätte die junge Frau ihre Vermutung bestätigt.

 

„Kommen Sie Berenice, hier können Sie sich von allen Seiten betrachten.“ Monique führte sie in einen Nebenraum, in welchem mehrere raffiniert angeordnete Spiegel einen Rundumblick boten.

 

Im seit Jahren erprobten Katzenschritt setzte Berenice einen Fuß vor den anderen, überwältigt von der Wirkung dieses Kleides, das beim Gehen seine ausgeklügelte Schnittführung entfaltete.

 

Sie hatte natürlich schon viele wunderbare, raffiniert geschnittene Gewänder einiger bekannter Designer gesehen und vorgeführt. Doch dieses hier hatte eine ganz eigene Klasse.

 

„Es ist wie für Sie entworfen, Berenice!“, sprach Monique leise aus, was in der jungen Frau vorging. „Als ob Sie selbst dafür Modell gestanden hätten. Ihre grünen Augen kommen wunderbar zur Geltung, und ihre kupferroten Locken heben sich wie bei einer echten Meerjungfrau davon ab!“

 

„Ja, aber ich kann es mir nicht leisten, es tut mir Leid!“, flüsterte Berenice beschämt und eilte zur Kabine zurück.

 

Monique half ihr beim Ausziehen und hängte Berenices Meerjungfrauentraum an den Ständer, wo er in den Wogen ihrer unerfüllten Sehnsüchte unterzugehen drohte.

 

In ihrem Designerkostüm kam die junge Frau wieder heraus, setzte sich und griff mit einem betrübten Gesichtsausdruck nach ihrem Glas.

 

Monique näherte sich ihr.

 

„Darf ich mich einen Moment zu Ihnen setzen?“

 

„Bitte!“ Überrascht hob Berenice die Brauen.

 

„Ich würde Ihnen gerne einen Vorschlag machen, wenn ich darf.“

 

Berenice nickte und sah die Dame abwartend an.

 

„Sie haben Modelerfahrung, nicht wahr? Sie sind mir gleich beim Eintreten bekannt vorgekommen, hätten jedoch auch ein ähnlicher Typ sein können. Doch Ihr Stil ist unverwechselbar. Kann es sein, dass ich Sie in Paris gesehen habe?“

 

„Ja, ich war einige Jahre als Model auf dem Laufsteg. Diese Tätigkeit liegt mir nicht mehr, weshalb ich das Angebot einer Kosmetikfirma angenommen habe, hier in San Diego für deren Gesicht des Jahres als Fotomodell zu arbeiten.“ Sie beugte sich vor und vertraute Monique an:

 

„Ich könnte den Betrag für das Kleid schon aufbringen, aber ich spare, um später eine eigene Modelagentur zu gründen. Außerdem weiß man in unserem Beruf nie, wie lange man noch gefragt ist.“ Mit einem bezeichnenden Blick auf ihre Tüten fuhr sie fort: „Wenn ich heute nicht schon leichtsinnig gewesen wäre, würde ich mir den Sommertraum trotzdem leisten.“

 

Wider Willen musste Monique lächeln.

 

„Sie kennen den Preis des Kleides doch noch gar nicht“, erinnerte sie.

 

„Stimmt, aber in meinem Beruf kann man den Wert einer solchen Robe ziemlich gut einschätzen.“

 

Monique machte ein pfiffiges Gesicht, als sie ihr daraufhin den Kaufpreis nannte.

 

„Das ist nur etwa ein Zehntel des üblichen Wertes“, entfuhr es Berenice. „Wo liegt der Haken?“

 

„Es gibt keinen Haken. Calinda Caë ist eine sehr talentierte Newcomerin, weshalb ich einige ihrer Kreationen in mein Sortiment aufgenommen habe.“

 

„Wenn das so ist, möchte ich das Kleid nun doch erwerben“, beschloss Berenice und nahm sich im Stillen vor, dafür in Zukunft etwas mehr zu sparen.

 

„Das freut mich, Berenice. Ich mache Ihnen ein zusätzliches Angebot: Sie tragen das Kleid, nennen den Namen der Designerin sowie unseren Salon als Lieferanten. Da dies für uns eine willkommene Werbequelle darstellt, biete ich Ihnen eine Ermäßigung von 20 Prozent an. Einverstanden?“

 

Nach kurzem Zögern willigte Berenice erleichtert ein. So günstig würde sie sich wohl selten wieder einen exklusiven Traum erfüllen können. Und mit diesem hier würde sie Furore machen, das spürte sie ebenso gut wie die erfahrene Monique.

 

Die Bewunderungsrufe der Modeberaterinnen noch im Ohr, und überwältigt von einem bisher unbekannten Glücksgefühl, machte Berenice sich mit ihren neu erworbenen Schätzen auf den Heimweg.

 

 

Kapitel 1

Ihr Weinglas umklammernd, stand Berenice Beauregard vor dem Panoramafenster ihrer Penthouse-Wohnung. Sie starrte auf die nächtliche Skyline der kalifornischen Stadt San Diego, ohne etwas wahrzunehmen.

 

Grelle Blitze zuckten über die Wolkenkratzer hinweg, deren Reklameschilder bunte Lichterstreifen auf dem Meer spiegelten. Der Frühlingssturm warf hohe Wellen an die Küste, doch Berenice achtete nicht darauf.

 

Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten, obwohl sie ihr sorgfältiges Make-up zu verschmieren drohten. Schniefend wandte sie sich Monique Curtain zu, die auf der weißen Ledercouch saß und die jüngere Freundin besorgt anblickte.

 

„Warum passiert das immer mir?“, fragte Berenice mit sich überschlagender Stimme, die grünen Augen anklagend zum Himmel erhoben, als ob der Missetäter dort oben säße.

 

Monique Curtain seufzte mitfühlend, erhob sich und legte tröstend einen Arm um die zuckenden Schultern der wie verloren wirkenden Gestalt am Fenster. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre war ihr Berenice wie eine Tochter ans Herz gewachsen, nicht zuletzt, weil ihr das Schicksal eigene Kinder verwehrt hatte. Mit einer sanften Geste strich sie Berenice über die feuchten Wangen.

 

„Das liegt wahrscheinlich daran, dass du dir die falschen Männer aussuchst, Liebes“, entgegnete sie behutsam.

 

Berenice schniefte erneut. Sie wischte mit dem Handrücken die Tränen fort, bevor sie ihre langen, kupferroten Locken zurückwarf und Monique aus geröteten Augen ansah.

 

„Was mache ich denn falsch?“

 

„Du hast nichts falsch gemacht! Miguel ist ein Filou, der es nur auf dein Geld abgesehen hat, sonst hätte er sich nicht in eurem Urlaub mit dem Zimmermädchen vergnügt.“

 

„Ich müsste es langsam wissen, dass die Männer mehr an meinem Status interessiert sind als an mir. Es ist jetzt schon das dritte Mal. Da hast du mit Percy das bessere Los gezogen!“

 

Monique winkte ab.

 

„Das kannst du nicht vergleichen. Percy und ich haben in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren Seite an Seite die Modeboutique aufgebaut und uns ein ansehnliches Kapitalpolster erwirtschaftet. Das schweißt zusammen!“

 

„Dann ist es für mich wohl zu spät! Ich hätte mich der Partnersuche widmen sollen, bevor ich meine Modelagentur gegründet habe.“

 

Die graublauen Augen der erfahrenen Freundin funkelten sie an.

 

„Ach Liebes, rede doch nicht solchen Unsinn! Es ist nie zu spät! Eines Tages wirst du den Richtigen finden.“

 

„Ich bin nun schon 34. Mir bleibt nicht mehr viel Zeit“, brach es aus Berenice hervor.

 

„Darling! Du kommst über diesen Miguel hinweg! Jetzt bist du noch verletzt und verunsichert, weil er dich betrogen hat, das ist nur natürlich. Aber eine so attraktive Frau wie du lernt schnell wieder jemanden kennen.“

 

„Meinst du?“ Berenice straffte sich. „Vielleicht sollte ich es vielmehr machen wie meine Assistentin Elaine. Sie ist seit sechs Jahren geschieden und hat seither die Nase voll von Männern.“

 

Schockiert über diese Vorstellung sog Monique den Atem ein. Was für eine Verschwendung, wenn dieses entzückende, liebenswerte und intelligente Geschöpf vor lauter Enttäuschung keinen Mann mehr an sich heranlassen würde.

 

„Lass es einfach auf dich zukommen. Du bist doch wie geschaffen für eine tiefe, erfüllende Liebe! Wenn die Zeit reif dafür ist, wird sich von allein etwas ergeben.“

 

Berenices Miene hellte sich auf.

 

„Danke Monique, dass du immer für mich da bist und nun auch noch mein Gejammer erträgst.“ Sie drückte ihr einen Kuss auf die duftende Wange.

 

„Dafür sind Freundinnen doch da, Liebes.“ Aufmunternd lächelte Monique ihr zu und zog einen Hochglanzkatalog aus ihrer Tasche. „Und nun zeige ich dir unsere neuesten Kreationen. Du wirst staunen!“

 

* * *

 

Etwa zur selben Zeit, in einem der exklusivsten Nobelclubs in San Diego, saßen sich zwei elegant gekleidete Männer gegenüber. Die klagenden Laute eines Blues wehten von der Tribüne her zu ihrem Tisch in der hinteren Ecke. Die Herren hörten einen Augenblick dem virtuosen Solospiel des Saxophonisten zu, bevor sie ihre angeregte Diskussion weiterführten.

 

Nick White beugte sich vor und hob beide Arme.

 

„Du willst es einfach nicht einsehen, Justin!“

 

Justin Hurlington funkelte den Freund aus dunkelbraunen Augen an. Eine steile Falte bildete sich zwischen seinen Brauen.

 

„Das sagst ausgerechnet du, Nick!“

 

„Ich stehe aber dazu und möchte gar nicht heiraten.“

 

„Wie auch? Du hast ja jede Woche eine andere Partnerin.“

 

Nicks jungenhaftes Gesicht verzog sich zu einem siegessicheren Feixen, während sein Jägerblick durch den weiten Raum schweifte.

 

„Warum nicht? Ich genieße mein Leben und kann es mir leisten“, grinste er und zwinkerte zwei attraktiven Ladys am Nebentisch zu.

 

Verständnislos schüttelte Justin den Kopf.

 

„Diese Frauen haben es doch hauptsächlich auf den Luxus abgesehen, den du ihnen bietest, und lieben dich nicht wirklich.“

 

„Ach, und deine heißgeliebte Amy? Denkst du etwa, ich hätte ihr Betteln nicht mitgekriegt, als wir uns letzthin in der Stadt begegnet sind?“ Nick kniff seine blauen Augen zusammen und fixierte den Freund mit diesem unerträglich besserwisserischen Grinsen, wie Justin fand.

 

Seine Miene verdüsterte sich um einige Nuancen, als er zornig auffuhr.

 

„Sie hat nicht gebettelt, sondern mich lieb gefragt, ob ich ihr das Outfit kaufe“, knurrte er. Seine schmalen Hände fuhren durch die vollen dunklen Haare, verwuschelten damit die sorgfältig gestylte Frisur. Justin nahm es gar nicht wahr.

 

„Ist das nicht dasselbe?“, erwiderte Nick. „Ich erkenne diese geldgierigen Frauen auf den ersten Blick. Glaube mir, Amy ist nicht besser!“

 

„Amy ist eine aufrichtige junge Frau, Nick. Sie hat mehrmals betont, wie attraktiv sie mich findet. Außerdem lieben wir uns! Da ist es nur natürlich, dass ich sie unterstütze.“

 

Nick lachte amüsiert auf.

 

„Sei doch ehrlich zu dir selbst. Sie findet in erster Linie deine Supermarktkette Hurlington’s Best attraktiv, das weißt du genau!“

 

Verärgert schüttelte Justin den Kopf.

 

„Amy ist keine dieser billigen Frauen. Wir sind jetzt drei Wochen zusammen und hatten bisher nicht einmal Sex.“

 

Nick lehnte sich im Clubsessel zurück und schlug die Beine übereinander.

 

„Bei diesen Frauen musst du deine Bezahlung eben einfordern. Die werden nicht von selbst mit dir in die Kiste steigen! Schon gar nicht, wenn sie, wie Amy, sechzehn Jahre jünger sind als du.“

 

Justin stand auf und warf einen Geldschein auf den Tisch.

 

„Tschüss, ich muss jetzt gehen. Sicher wartet Amy schon mit dem Abendessen auf mich!“

 

Mit ausholenden Schritten stapfte er durch den Clubraum auf den Ausgang zu. In seinem Schädel rumorte es wie in einem Wespenhaus.

 

So ein Unsinn! Nick ist der schnelle Erfolg mit seiner Informatik-Firma wohl zu Kopf gestiegen. Sein häufiger Partnerwechsel hat das Übrige dazu beigetragen. Der kann sich doch eine Beziehung, die auf echten Gefühlen aufbaut, gar nicht vorstellen.

 

Das heftige Gewitter, das vor einer Stunde über die Stadt gebraust war, hatte die Luft dieser Aprilnacht gereinigt. Justin schlenderte noch eine Weile durch die regenfeuchten Straßen, sich zu beruhigen und die absurden Vorwürfe des Freundes gegen Amy aus dem Gedächtnis zu streichen.

 

Wenig später erreichte er das beleuchtete Tor zu seiner herrschaftlichen Villa, die sich über drei Etagen erstreckte. Er fuhr die Parkallee entlang und stellte den Wagen vor der Eingangstreppe ab. Ungeduldig hastete er die Eingangsstufen hinauf und klingelte, denn er wollte Amy möglichst schnell sehen, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung war.

 

Es war freilich nicht Amy, sondern Sophie, seine langjährige Haushälterin, die ihm öffnete und erstaunt fragte, ob er den Schlüssel vergessen habe. Die kleine mollige Frau gehörte praktisch zur Familie, seit seine Eltern nach Florida übergesiedelt waren.

 

(..)


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